Kammerjäger arbeiten so diskret wie möglich

Kammerjäger arbeiten so diskret wie möglich

16 Januar 2020
 Kategorien: Schädlingsbekämpfung, Blog


Der Kammerjäger – was er wirklich macht

Die Berufsbezeichnung Kammerjäger gibt es heute nicht mehr. Dieser Begriff ist aber immer gebräuchlich für Dienstleister, die sich mit der Schädlingsbekämpfung in geschlossenen Räumen befassen. Die offizielle Bezeichnung lautet daher heute auch Schädlingsbekämpfer. Diejenigen, zu denen man umgangssprachlich immer noch Kammerjäger sagt, haben für ihren Ruf lange Zeit kämpfen müssen. Und auch heute noch gilt die bloße Anwesenheit von einem Schädlingsbekämpfer im eigenen Haus selbst für den Auftraggeber als Zeichen dafür, dass er aus irgendeinem Grund bei der Hygiene nicht gründlich genug war und sich deshalb Schädlinge wie Ameisen, Wanzen oder anderes Kleingetier in seinem Haus breit machen konnten.

Nicht überall gerne gesehen

Die Unternehmen, die heute dieses Handwerk ausüben nutzen daher bis heute unauffällige und nicht beschriftete Firmenwagen. Denn auch in der Nachbarschaft – so die Angst von vielen Auftraggebern, die Schädlinge im Haus haben – wird das Auftauchen von einem Kammerjäger-Auto als Zeichen dafür gesehen, dass der Auftraggeber unordentlich und sein Haus unsauber ist. Und auch wer den Beruf des Schädlingsbekämpfers ergreift wird oft mit blöden Sprüchen konfrontiert und nicht ernst genommen – bis heute. Dabei ist der Beruf des Schädlingsbekämpfers seit 2004 auch ein anerkannter Ausbildungsberuf. Schämen muss sich zudem niemand, der anderen dabei hilft ihr Haus von Schädlingen wieder freizubekommen. In andern Ländern Europas und in den USA ist der Schädlingsbekämpfer schon mehr angesehen was seinen Beruf angeht. Vor allem in Skandinavien, wo viele Holzhäuser stehen, ist man Schädlingsprobleme gewöhnt, wie auch in den USA. Dort gilt die Beauftragung von einem Kammerjäger, bspw. Plümper Schädlingsbekämpfungsservice GmbH & Co. KG, vielmehr als Zeichen für ein Festhalten an korrekter und intensiver Hygiene. Die Schädlingsbekämpfer dort verstecken sich auch nicht. Sie zeigen sich in auffälligen Uniformen und nicht selten mit einer Motivnachbildung von einem Schädling auf dem Dach von ihrem Firmenwagen. Eine Ausnahme, wo ein Schädlingsbekämpfer willkommen scheint auch in Mitteleuropa ist, wenn es darum geht Taubenabwehr zu betreiben. Denn eine Taubenplage will keiner haben. Und jeder weiß, dass kein Hausbesitzer etwas dafür kann, wenn sich eine Taubenschar gerade das eigene Haus ausgesucht hat, um sich dort regelmäßig niederzulassen.

Umgang mit schädlichen Mitteln

Der Schädlingsbekämpfer steht auf der einen Seite seinen Kunden mit Rat zur Seite, wie sie eine Schädlingsplage vermeiden können. Auf der anderen Seite muss der Schädlingsbekämpfer natürlich auch mit harten Mitteln gegen die Schädlinge vorgehen. Zum Einsatz kommen bei der Schädlingsbekämpfung Insektizide, Rodentizide, Akarizide, aber auch Larviziden – also Gift. Dabei geht der Schädlingsbekämpfer in Deutschland zumindest nach dem IPM-Prinzip vor. Und das besagt, dass bei der Schädlingsbekämpfung so wenig Wirkstoffen wie nötig eingesetzt und diese so gezielt wie möglich eingesetzt werden sollen.